1. Plastikmodellbauclub Nürnberg e.V.
 
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  Modell und Fotos von Wilfried Eck  
     
 
Grumman EA-6A, ECM Intruder, Monogram 1/48
Reserve Carrier Air Wing 20, VAQ 209, Sept. 1985

Das Original:

Die EA-6A war, wie aus dem Präfix "E" ersichtlich,  eine Variante des Allwetter-Bombers A-6A zur Unterdrückung/Störung feindlicher Radarsignale ("electronic counter measures"). Ein strömungsgünstig geformter Behälter auf dem Seitenleitwerk nahm die Bunker-Ramo AN/ALQ-86 Anlage auf, das AN/APN-153 Navigationsradar fand im im Bugradom Platz (aufgrund geringeren Platzbedarfs konnte das Bugradom bei äußerlich gleicher Form kürzer gehalten werden). Ein AN/APQ Feuerleitradar für AGM-45 "Shrike" Raketen war zwar vorhanden, in der Praxis aber wurde die sich auf ein Radarsignal aufschaltende "Shrike" von der EA-6A nicht eingesetzt. Die vorhandenen Maschinen wurden auf US Navy und -Marne Corps verteilt, Haupteinsatzgebiet war Vietnam.

Es wurden nur 28 Stück gebaut. 11 aus umgebauten A-6A, 15 neu, Erstflug am 26.04.1963. Mitte 1970 wurde sie zwar im Frontdienst von der EA-6B Prowler abgelöst, tat aber weiter in Reserve- und Trainingseinheiten Dienst, bis 1993 die letzte ausgemustert wurde.

 

Modell-Bau:

Die Bilder sind neu, das Modell nicht. Fast 30 Jahre sind seit dem Bau vergangen. Da dieser Typ heutzutage so gut wie vergessen ist und auch der Bausatz allenfalls auf einer Modellbauerbörse zu haben sein wird, fragt sich natürlich, warum ich erst heute damit komme.   Ganz einfach: Mir ist beim Umräumen die Liste, was alles gemacht wurde, in die Hände gefallen. Eine A-6A gab es damals noch nicht, nur die EA-6A "Electric Intruder".  Monogram-typisch mit akkurater Außenkontur und erhabener Detailierung. - Im Ergebnis brauchbar, wenn man keine allzu großen Ansprüche stellte. Sollte das Modell aber weniger "modellig" und mehr realistisch  aussehen, war Einiges vonnöten. Ätz- und Resinteile waren damals noch nicht so sehr "in".

Am Anfang des Bau stand die Frage, wie die Intruder aussehen sollte. Die Abziehbilder für die VAQ-209 waren für eine Maschine im Flugzeugträgereinsatz. Im Modell also entweder in Parkstellung mit beigeklappten Tragflächen (ist halt so) oder ausgeklappt in Flugstellung, wo dann aber die Besatzung drin sitzt. Im Ergebnis für mich Letzteres. Im Ergebnis sollte das Modell soweit möglich wie eine echte EA-6A an Bord eines Flugzeugträgers aussehen.

Was im Einzelnen erforderlich war ist aus besagter Liste für eine Ausstellung zu entnehmen:


 "Intruder der VAQ 209 nach Rückkehr vom Trägereinsatz"