1. Plastikmodellbauclub Nürnberg e.V.

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  Modell und Fotos von Gerhard Schmalzl  

 

Spitfire Mk.I,  Airfix 1/72

Duxford, UK, August 1938
 

 

Zum Bau des Modells:

Die frühe Spitfire von Airfix baute ich parallel zur neuen Mk.II von Revell, um die Bausätze etwas vergleichen zu können. Vom Preis her liegen beide Kits eng beieinander, doch schon beim Öffnen der Schachteln zeigen sich Unterschiede. Die Panellinien bei Airfix sind deutlich zu tief, bei Revell sind sie zwar wesentlich dezenter, weisen jedoch Gratbildung auf, der nur sehr schwer zu entfernen ist, ohne etwas zu beschädigen. Beim Cockpit sind der Sitz und Steuerknüppel bei Airfix etwas besser gestaltet, die Inneneinrichtung insgesamt ist jedoch bei Revell deutlich feiner gemacht. Außerdem ist das Armaturenbrett bei Airfix zu breit. Revell hat das Spornrad an eine Rumpfhälfte mit angegossen und das mit einer zeimlich dicken Verbindung zum Rahmen. Der Bruch ist also schon vorprogrammiert, wenn nicht schon beim Abtrennen der Rumpfhälften, dann sicherlich beim Bau. Ich spreche aus Erfahrung, bei mir hat das Abtrennen schon zum Bruch geführt. Das hat Airfix eindeutig besser gemacht. Spornrad als Extrateil mit guter, fester Verbindung zum Rumpf. Beim Hauptfahrwerk hat allerdings Revell die Nase vorn, weil Airfix das Fahrwerk und die Verkleidung in einem Teil ausgeführt hat. Die Beule für den Coffman Starter bei der Mk.II am Rumpf vorne gleich hinter dem Propeller ist bei Revell zu klein ausgefallen. Hier heißt es abschleifen und den von Airfix, der glücklicherweise separat beiliegt, verwenden. Ansonsten lassen sich beide Kits gut und ohne Schwierigkeiten zusammenbauen. Für die Bemalung verwendete ich wieder meine altbewährten Gunzefarben. H72 und H 73 für die Oberseiten und H 77 und H 11 für die Unterseiten. Aufgrund der tiefen Panellinien sind das Panellinewashing und das Altern mit Pastellkreide für meinen Geschmack etwas zu heftig ausgefallen. Bei Revell wirkt es einfach dezenter und stimmiger, obwohl bei beiden Kits gleich gearbeitet wurde. Fazit: Beide Kits sind nicht schlecht, haben aber ihre Schwächen. Wer wirklich eine nahezu perfekte frühe Spitfire bauen will, greift dann wohl besser zum Tamiya Bausatz.