Modellbau-ABC von Wilfried Eck

 
 
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  Wasser Wattestäbchen "weathering" Wettbewerb  

 

Wasser:

USS Hornet in artificial water

CV-8 Hornet, Tamiya 1/700

 

Das Wasser im o.a. Hornet-Modell besteht aus "Fimo". Das ist eine Knetmasse, die bei den empfohlenen 170 Grad hart wie Holz wird. Kleinere Teile über einem Toaster drehen, größere in die Bratröhre. Gibt es in jeder Spielwarenabteilung in verschiedenen Farben.

Für die Wasserdarstellung wurden zunächst auf einem Brettchen flache Streifen "Fimo" nebeneinander gelegt und so miteinander verknetet, dass eine Oberfläche ohne Spalten entstand. Dann wurden mit dem Fingernagel des Zeigefingers die Wellen eingedrückt (irgendeinen passenden Gegenstand verwenden ginge natürlich auch). Für den schaumigen Teil hinter dem Heck wurde weißes Fimo verwendet, im Übrigen blaues. Was aber nicht so wichtig ist, denn nachdem das Teil in der Bratröhre in ca. 25 Minuten gehärtet und danach abgekühlt war, wurde mit der entsprechenden glänzenden Farbe übermalt.  Nach dem Trocknen nochmal mit Klarlack darüber. Fertig! - Und ganz einfach. Vor dem Härten wurde natürlich der dem Schiffsrumpf entsprechende Teil herausgetrennt, was aber auch kein Problem ist, da man durch Eindrücken des Modells in das "Fimo"-Wasser dessen Kontur sehr deutlich sehen kann.

Das ist aber nur ein Beispiel! - Natürlich kann man sich auch klares Gießharz kaufen. Das Problem dabei ist nur, dass es beim Härten sehr warm wird, das Modell also angegriffen würde.



 

Wattestäbchen:

Vielseitig nutzbares Modellbauinstrument. Mit Essig oder Weichmacher benetzt zum Auftragen von Abziehbildern; mit Verdünnung benetzt zum Abtragen von Farbe an bestimmten Stellen; über einer Kerzenflamme dünn/er gezogen für MG-Läufe, Antennenmasten, Bremsleitungen,  etc.;  vorausgesetzt, man hat solche mit  PVC-Stiel, nicht die aus Pappe. Verklebung mit Uhu, Pattex oder Sekundenkleber.



 

"weathering":

"Expertenausdruck"  für das "Altern/Verwittern" von Modellen. Siehe hierzu Seite "A", Alterung und Modellfoto B-24.

Wenn es denn unbedingt sein muss: "'Trockenmalen" (s. Seite "T") nicht empfehlenswert, weil damit leicht eine körnige Oberfläche entsteht, auf der Abziehbilder nicht mehr gut haften. Alternative: Über dem gut durchgetrockneten eigentlichen Anstrich Verdünnung aufbringen und stark verdünnte dunklere/hellere Farbe auf die gewünschten Stellen fließen lassen und mit Wattestäbchen verwischen (ein Zuviel nach dem Antrocknen mit einem Tuch abwischen). Man kann aber auch die Sache umdrehen und zunächst die eigentliche Farbe hauchdünn auftragen, dann an den gewünschten Stellen deutlich hellere bzw. dunklere Farbe auftragen und das Ganze dann erneut in der eigentlichen Farbe hauchdünn überspritzen. Der Vorteil: Man vermeidet die körnige Struktur, die man beim sog. "Trockenmalen" leicht bekommt und man kann nicht übertreiben. Überspritzt man zuviel, sieht man von der "Alterung" nichts mehr. Falls im Original Flecken zu sehen sind, sind diese ja in der Regel auch nicht grell andersfarbig.

Grundregel in jedem Fall: Nicht übertreiben! Wenig, aber gekonnt, ist oft mehr.



 

Wettbewerb:

In einer Modellbauausstellung Ermittlung des besten Modells. Möchte man meinen.

Welches Modell in der Praxis tatsächlich gewinnt, hängt aber von vielen Faktoren ab, die nicht unmittelbar mit der Qualität eines Modells zu tun haben.

Im Ergebnis spielt deshalb der Zufall die größte Rolle. Sind in einer Jury lauter "Nietenzähler" wird die Bemalung eher zweitrangig sein, während umgekehrt - gegenwärtig die Regel - auch grobe Fehler des Modells unbemerkt bleiben, wenn die Bemalung so ist, wie es von den Airbrush-Künstlern erwartet wird.