Modellbau-ABC von Wilfried Eck

 
 
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Umbau

   

 

Umbau:

Veränderung eines Bausatzes. Entweder durch Zurüstteile oder in Eigenbau. Setzt in letzterem Fall Plan und Recherche voraus (s. Seiten "E" und "R").

Früher hatte man dafür eine sog. "Grabbelkiste", in der sich allerhand nicht mehr benötigte Teile befanden. Heutzutage schlägt man den Katalog auf. Gibt es für die erwünschte Version R6f keine Resinteile, kann man (vermeintlich) kein Modell bauen.

Oder man kauft sich  in einem gut sortierten Modellbaugeschäft Polystyrolplatten der benötigten Stärke, schneidet die benötigten Höhenruder oder sonstigen Teile aus und schleift sie zurecht. Sowas kostet nicht die Welt und reicht für eine nahezu dreistellige Anzahl von Höhenrudern. Nimmt man Plastik zwischen 0,5 und 1,o mm, kann man genauso wie bei Cockpithauben auch Beulen über MG-Magazinen, Dackelbäuche für Me 110 etc. etc. herstellen. Dass man dafür Holzklötzchen schleifen müsse, ist ein Irrglaube (s. hierzu Seite C, Cockpithauben).

MG-Läufe kann man auch sehr gut aus Wattestäbchen machen. Wenn man viel Zeit, Geduld und eine ruhige Hand hat, kann man sogar in 1/72 die Belüftungslöcher einstechen  (ich z.B. seinerzeit in der B-24 auf Seite Modellfotos 1).

Beispiele gäbe es noch mehr,  aber die Zurüstindustrie will ja auch leben.

Figuren: Vorsicht beim Versuch, Figuren umbauen zu wollen: Aus Gründen des Gleichgewichts ändert sich bei jeder Bewegung der restliche Körper mit. Wird z.B. ein Arm gehoben, wandert das Schultergelenk in Richtung Ohr, die Hüfte seitwärts. Es genügt in diesem Fall also nicht, den Arm anders herum anzukleben. Da es aufwändiger ist, eine gekaufte Figur der gewollten Bewegung wegen in sämtliche erforderliche Teile zu zerlegen, fand ich es einfacher, die Figur gleich aus Abfallmaterial aufzubauen. Fotos dieser Eigenbau-Figuren auf den Modellseiten 1 und 3.