Modellbau-ABC von Wilfried Eck

 
 
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M

 

Märchen

Markierungen (US Navy)

US Marine Corps

Midway

Modellbau

Motoren


Märchen:

1. Schilderung von Straftaten, abgegeben meist von volljährigen weiblichen Personen gegenüber verwandten Geschäftsunfähigen (§ 104 BGB) oder Minderjährigen (§ 106 BGB).  Die Palette reicht dabei von Tierquälerei (§ 17 TierSchG,  Froschkönig), über Hausfriedensbruch (§ 123 StGB,  Schneewittchen), Freiheitsberaubung (§ 239 StGB,  Hänsel und Gretel), Erpressung  (§ 253 StGB, Rumpelstilzchen),  Gefährliche Körperverletzung  (§ 224 StGB, Dornröschen), Mordversuch (§§ 23, 211 StGB,  Rotkäppchen) bis hin zu Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit (§ 52 StGB) mit Totschlag (§ 212 StGB, Hänsel und Gretel). 
2. Schilderung von Gründen für exzessives Verschmutzen von Flugzeugmodellen (Alterung, Lackabplatzer, Hervorheben von Blechstößen etc.). Meist in Modellbauzeitschriften gegenüber einem überwiegend volljährigen Leserkreis anzutreffen. Im Gegensatz zu den obigen Schilderungen werden diese Märchen aber auch von Erwachsenen geglaubt.

Nicht totzukriegende Märchen sind: Balsaholzklötzchen für das Ziehen von Cockpithauben erforderlich,  schlechte Lacke bei japanischen Flugzeugen und Notlandungen von Trägerflugzeugen in der Südsee.

 



 

Markierungen US-amerikanischer Marineflugzeuge:

Buchstaben, Ziffern oder Symbole, um einzelne Flugzeuge, aber auch die gesamte Einheit von anderen unterscheiden zu können. Grundsatz bei US Navy und US Marine Corps: Keine persönlichen Markierungen. Nachfolgend Markierungen von US-amerikanischen Flugzeugen auf Flugzeugträgern:

Markierungen 1938 - 1941

Markierungen 1942 -1944

Markierungen 1945

Markierungen Geleitträger-Einheiten



 

US Marine Corps, "Marines":

U.S.-amerikanische Marineinfanterie. Eigenständiger Truppenteil, jedoch organisatorisch der Navy unterstellt. Gegründet am 10.11.1775 als Wachkommando und Eingreiftruppe, verfügt das Marinecorps - kurz Marines - seit dem 20. Jahrhundert auch über ein beachtliches Luftfahrzeugarsenal  zur Unterstützung der Erdkampftruppen.

Eine Besonderheit ist hierbei, dass die Dienstgrade jenen der Air Force angeglichen sind ("Captain" entspricht in der Navy einem Oberst, während er/sie bei den Marines "nur" Hauptmann ist) und jeder Pilot zunächst eine vollständige Infanterieausbildung zu absolvieren hat .

Bemerkenswert war lange Zeit auch die Tatsache, dass die Navy das Marine Corps recht stiefmütterlich behandelte. Was in der Navy abgelehnt wurde, aber ansonsten noch brauchbar erschien, wurde den Marines zugewiesen (z.B. Beispiel frühe F4U Corsair). Im WK II hatten die "Grunts" (Bodentruppen) zwar die schwierigsten Missionen zu erfüllen, wogegen der fliegende Teil nur gelegentlich für Jabo-Einsätze an strategisch wichtigen Punkten eingesetzt wurde, im übrigen aber nur mit der Sicherung der rückwärtigen Gebiete betraut wurden (z.B. bestand die Aufgabe der VMF-214, die berühmten "Black Sheep" des "Pappy" Boyington, lediglich darin, das längst übergangene Rabaul weiter zu beschäftigen und japanische Flugzeuge zu binden).

Heutzutage verfügt das Marine Corps über Hubschrauberträger (jeweils mit einem Detachment an AV-8B Harrier II plus) sowie anderes hochmodernes Gerät und ist nach wie vor an allen Brennpunkten im Einsatz.

Ansonsten sind die "Ledernacken" aus Film und Fernsehen hinreichend bekannt, so dass hierzu nichts weiter gesagt zu werden braucht.

Link zur Homepage: http://www.usmc.mil/

Link zu Geschichte: http://www.centuryinter.net/midway/Carrier_Squadrons/Torpedo_Eight/in_color.html

 



 

Midway:

Atoll im Pazifik, etwa auf halber Strecke zwischen Japan und den USA und deshalb von enormer strategischer Bedeutung. 

Midway verfügte über zwei getrennte Stationen: Die zivile Basis auf der Hauptinsel Eastern Island und die militärische auf der daneben liegenden Ford-Insel.

Vom 04.-07.06.1942 Schauplatz einer Seeschlacht, bei der die USA zwar u.a. den Flugzeugträger "Yorktown" und das komplette  Trägerkontingent (6 TBF waren nach Midway detachiert) der Torpedobomber-Squadron VT-8 verlor , Japan aber vier Träger und viele seiner hervorragend ausgebildeten und kampferfahrenen Piloten. Der Vormarsch im Pazifik war damit gestoppt.

Genau betrachtet aber war es reiner Zufall. Hätten die amerikanischen Aufklärungs-SBD die japanische Streitmacht nicht oder erst später gefunden, wären die japanischen Flugzeuge, die beim tatsächlichen Angriff gerade aufmunitioniert wurden,  zum Angriff gestartet gewesen.  Nach der "Yorktown" wären wohl auch "Enterprise" und/oder "Hornet"  verloren gegangen.

Was wäre anders gekommen?

Nicht viel. Vielleicht hätte der Krieg etwas länger gecauert. Neue US-Flugzeugträger befanden sich bereits im Bau, auf längere Sicht hätte Japan dem amerikanischen Industrie- und Personalpotential nichts entgegen zu setzen gehabt. Aber die Atombombe wäre im zum gleichen Zeitpunkt fertig geworden. Eine Basis in Flugreichweite hätte genügt.

 


 

Foto: US Nationalarchiv

Plan und Historie: http://www.janeresture.com/midway/
Photos und Text (englisch): http://www.history.navy.mil/photos/events/wwii-pac/midway/midway.html
Farbfotos von TBD der VT-8 und ihrer Besatzungen: http://www.centuryinter.net/midway/Carrier_Squadrons/Torpedo_Eight/in_color.html
 
 


 

Modellbau:

Herstellung von Miniaturen. Teilt sich in verschiedene Sparten, die wiederum von hauptsächlich drei Kategorien gepflegt werden: Sammlern, Konstrukteuren und Kunstmalern. Während der erstere Teil darauf abzielt, möglichst viele Modelle in Vitrinen o.ä. zur Schau zu stellen und damit weniger Wert auf ausgefeilte Techniken legt, gehen die beiden anderen mit grundverschiedenen Zielen an ihr Hobby heran. Dem Konstrukteur ist es wichtig, alle technischen Details naturgetreu wiedergegeben zu sehen (der Anstrich ein notwendiges Übel), während der Kunstmaler so schnell als möglich zu einem bemalungsfähigen Objekt zu kommen trachtet (konstruktive Details unwichtig). Neuerdings überwiegen scheint's Letztere.



 

Motoren:

Für den thermikunabhängigen Flug unerlässlicher Antrieb eines Flugzeugs. Flugzeuge mit Luftschrauben wurden früher mit Otto- und (seltener) Dieselmotoren versehen, heute überwiegen Düsen- bzw. Turbopropmotoren. Im ersteren Fall besteht der Antrieb aus einem heißen Gasstrahl, im Letzteren wirkt der Gasstrahl auf eine Turbine, deren Drehenergie mittels Getriebe auf die Luftschraube wirkt. Im Allgemeinen haben Turbopropmotoren einen geringeren Treibstoffverbrauch, während Düsen- (Luftstrahl-) Triebwerke eine höhere Geschwindigkeit erlauben.

Fotos und Beschreibung s. Seite "Originalfotos 9"